
Der Kreislauf – wenn die „Pumpe“ ins Visier gerät
Den ganzen Tag über Schwindel, beim Gehen kaum Luft und abends schwere Beine mit Abdrücken von den Strümpfen – das sind typische Anzeichen dafür, dass im Herz-Kreislauf-System etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und somit ins Visier gerät.
Dabei geht es nicht nur um das Herz als rein mechanische „Pumpe“. Probleme können an verschiedenen Stellen entstehen: an der elektrischen Steuerung des Herzens, an der Pumpkraft selbst oder an den Gefäßen, die das Blut durch den Körper transportieren
Nicht selten steckt dahinter ein über Jahre unentdeckter Bluthochdruck. Umso wichtiger ist es, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen – zum Beispiel im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen.

Aus meiner Sicht, wann eine Herzdiagnostik sinnvoll ist:
Eine allgemeine Herzdiagnostik ist immer dann sinnvoll, wenn Beschwerden bei körperlicher Belastung zur Belastung im Alltag werden oder sich nicht eindeutig erklären lassen.
Typische Situationen sind:
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Anhaltendes Beklemmungsgefühl im Brustkorb bei körperlicher oder auch seelischer Belastung (z. B. „Broken-Heart-Syndrom“)
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Atemnot oder eingeschränkte Belastbarkeit
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Wassereinlagerungen, z. B. in den Beinen
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Herzrasen oder Herzstolpern
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schwere atmungsbezogene Schlafstörungen
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Beschwerden im Rahmen von Lungenerkrankungen
Viele dieser Symptome überschneiden sich mit anderen Krankheitsbildern aus verschiedenen Bereichen der Medizin. Genau deshalb ist eine strukturierte und ganzheitliche Abklärung wichtig – nicht selten kommen dabei Ursachen ans Licht, die zunächst nicht erwartet wurden.
Wie die Untersuchung abläuft
Die Diagnostik beginnt immer mit einer klaren Basis:
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EKG und Blutdruckmessung in der Praxis
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körperliche Untersuchung mit Abhören von Herz und Lunge
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Messung der Sauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie)
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Beurteilung möglicher Wassereinlagerungen (Ödeme)
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Überprüfung des aktuellen Medikamentenplans
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ärztliche Beratung und Einordnung der Beschwerden
Je nach Befund werden weitere Untersuchungen ergänzt:
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Langzeituntersuchungen (z. B. Langzeit-EKG oder Blutdruckmessung)
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Laboruntersuchungen, z. B. Blutarmutsparameter oder herzspezifische Werte wie NT-proBNP
Wenn erforderlich, erfolgt eine gezielte Weiterleitung:
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an einen niedergelassenen Kardiologen (v. a. bei gesetzlich Versicherten)
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an einen Lungenfacharzt
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oder an einen Radiologen, z. B. zur CT-Untersuchung der Herzkranzgefäße oder der Lunge (z. B. bei starken Rauchern)
Was die Diagnostik leisten kann
Ein zentraler Vorteil der allgemeinen Herzdiagnostik ist die klare Einordnung der Situation.
Sie hilft dabei:
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akute Notfälle zu erkennen, die sofort im Krankenhaus behandelt werden müssen
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weniger dringliche Verläufe zu identifizieren, bei denen Zeit für weitere ambulante Diagnostik besteht
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aus der Vielzahl möglicher Spezialuntersuchungen die wirklich sinnvollen auszuwählen
So entsteht ein strukturierter Behandlungsplan, der hilft, unnötige Untersuchungen zu vermeiden und gleichzeitig keine wichtigen Details außer Acht lässt, die den Behandlungserfolg gefährden könnten.
In einem großen Teil der Fälle kann bereits in der Praxis mit ausreichender Sicherheit eine bedrohliche Herz- oder Lungenbeteiligung ausgeschlossen werden. Das sorgt für Klarheit – und oft auch für eine spürbare Entlastung.
Besonderheit unserer Praxis
In unserer Praxis besteht eine fachärztliche Doppelqualifikation im Bereich der Herzmedizin: Allgemeinmedizin und Kardiologie in einer Person.
Das bedeutet: Befunde können aus zwei Perspektiven betrachtet und eingeordnet werden. Die Diagnostik und Therapie lassen sich gezielt aufeinander abstimmen.
Für Privatpatienten können viele spezialisierte Herzuntersuchungen direkt in der Praxis durchgeführt werden, ohne zusätzliche Wege zu anderen Fachärzten.

Unser Herz schlägt für Sie und Ihre Gesundheit
Wenn Sie Beschwerden abklären lassen möchten oder unsicher sind, ob Ihr Herz eine Rolle spielt, vereinbaren Sie gerne einen Termin.
Alternativ können Sie sich auch gezielt zur weiterführenden kardiologischen Diagnostik informieren oder unsere Patienteninformationen rund ums Herz nutzen.