
Blutwerte gezielt einsetzen – nicht einfach nur bestimmen
Blutentnahmen sind ein zentraler Bestandteil der ärztlichen Diagnostik. Sie helfen dabei, die Funktion unserer Organe einzuschätzen – im Alltag genauso wie im Notfall, wenn schnell geklärt werden muss, ob z. B. ein Thrombose- oder Herzinfarktverdacht begründet ist.
Dabei gibt es Unterschiede:
Einige Laborwerte können direkt in der Praxis bestimmt werden, die meisten jedoch müssen an ein externes Labor geschickt werden. Erste Ergebnisse liegen dann frühestens am gleichen Abend, in der Regel jedoch am nächsten Tag vor. Spezielle Untersuchungen – etwa Stuhlproben, Urinkulturen oder bestimmte Tumormarker und Antikörper – können mehrere Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen.

Meine Erfahrung: die richtigen Werte zur richtigen Zeit
Das Labor ist ein sehr mächtiges Werkzeug – hilft aber nur dann, wenn es gezielt eingesetzt wird.
Entscheidend ist nicht, möglichst viele Werte zu bestimmen, sondern genau die, die zur aktuellen Fragestellung passen. Deshalb wird jede Laboruntersuchung im Vorfeld ärztlich besprochen und eingeordnet.
Das Ziel ist klar: keine unnötigen Untersuchungen, aber auch keine Lücken dort, wo wichtige Informationen fehlen würden. Es gilt, Blutwerte gezielt einzusetzen statt einfach nur zu bestimmen.
Wann Laboruntersuchungen sinnvoll sind
Immer dann, wenn der Verdacht besteht, dass Beschwerden durch eine Organfehlfunktion verursacht werden, ist eine Laboruntersuchung sinnvoll.
Typische Beispiele aus dem Praxisalltag:
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Bei Luftnot, Engegefühl in der Brust, geschwollenen Beinen oder stark eingeschränkter Belastbarkeit kann die Bestimmung von Herzwerten sinnvoll sein – immer im Zusammenspiel mit der allgemeinen Herzdiagnostik.
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Bei Blässe, chronischer Müdigkeit oder Leistungsschwäche helfen Blutbild und Schilddrüsenwerte zunächst einmal weiter.
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Bei rheumatischen Beschwerden oder stärkeren Infekten kann der Entzündungswert CRP und die Blutsenkungsgeschwindigkeit entscheidend sein – etwa bei der Frage, ob ein Antibiotikum notwendig ist oder nicht.
Zusätzlich werden bestimmte Laborwerte auch im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung standardmäßig angeboten.
Wie die Untersuchung abläuft
Die Blutentnahme wird in der Regel von einer medizinischen Fachangestellten (MFA) durchgeführt und koordiniert.
In schwierigeren Situationen kann zusätzliche Unterstützung erforderlich sein – durch weitere Mitarbeitende oder den Arzt selbst. In Ausnahmefällen kommen auch technische Hilfsmittel zum Einsatz, etwa:
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Ultraschall zur besseren Darstellung der Gefäße
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moderne Venensuchhilfen, z. B. mit kamerabasierter Unterstützung
Ziel ist eine möglichst sichere und präzise Durchführung der Blutentnahme.
Was Laboruntersuchungen leisten können
Laborwerte bieten die Möglichkeit:
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Erkrankungen frühzeitig zu erkennen
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bestehende Erkrankungen im Verlauf zu kontrollieren
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Therapieentscheidungen fundiert zu treffen
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Behandlungspläne gezielt anzupassen
Kaum eine andere Untersuchungsmethode liefert so umfassende Informationen über den aktuellen Zustand des Körpers.
Besonderheit unserer Praxis
In unserer Praxis wird großer Wert darauf gelegt, Laboruntersuchungen gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen.
Das bedeutet:
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keine „Gießkannen-Diagnostik“
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keine unnötigen Blutabnahmen
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klare ärztliche Abstimmung vor jeder Untersuchung
Moderne Ultraschalltechnik unterstützt zusätzlich die Sicherheit bei der Blutentnahme. Denn Laborwerte sollten nicht daran scheitern, dass Venen schwer auffindbar sind – gleichzeitig sollen unnötige „Akupunkturen“ der Arme vermieden werden.
Auch aus Sicherheitsgründen ist ein präzises Vorgehen wichtig, da Fehlpunktionen in seltenen Fällen zu Verletzungen von Nerven und langfristigen Beschwerden und Einschränkungen führen können. Im Fall der Fälle werden wir alles Mögliche tun, um die Folgen vollständig zu erfassen und soweit wie möglich einzudämmen. Sprechen Sie uns an wenn Sie vor Blutentnahmen und deren mögliche Komplikation Angst haben.
