
Der erste Blick aufs Herz erfolgt oft mit dem Ohr
Bevor Ultraschallgeräte oder andere technische Verfahren zum Einsatz kommen, beginnt die Untersuchung des Herzens häufig ganz klassisch: mit dem Stethoskop.
Erfahrene Untersucher können bereits durch das Abhören wichtige Hinweise erkennen. Herzklappenverengungen oder -undichtigkeiten, Herzrhythmusstörungen, Entzündungen des Herzbeutels oder sogar bestimmte angeborene Veränderungen des Herzens lassen sich oft hören, bevor sie anderweitig sichtbar oder spürbar werden.
Die Herzauskultation gehört deshalb bis heute zu den wichtigsten Grundlagen jeder kardiologischen Untersuchung

Wann aus kardiologischer Sicht eine Herzauskultation sinnvoll ist
Die Antwort ist einfach: immer.
Bei jeder kardiologischen Untersuchung gehört das Abhören von Herz und Kreislauf zum Standard.
Gerade weil die Untersuchung schnell, unkompliziert und direkt am Patienten erfolgt, liefert sie häufig bereits entscheidende erste Hinweise
Wie die Untersuchung abläuft
Die Untersuchung dauert meist nur wenige Sekunden.
An den vier klassischen Auskultationspunkten am Brustkorb werden die Herztöne und mögliche Strömungsgeräusche beurteilt.
In komplexeren Fällen können zusätzliche Untersuchungsmanöver notwendig sein:
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beispielsweise das Nach-vorne-Beugen beim Verdacht auf Veränderungen am Herzbeutel
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oder das Abhören der Halsschlagadern bei bestimmten Gefäßverengungen
So lassen sich auch feinere oder weitergeleitete Geräusche besser einordnen.
Was die Untersuchung leisten kann
Die Herzauskultation ermöglicht eine erste schnelle Einschätzung und hilft dabei, gezielt weitere Diagnostik einzuleiten.
Auffällige Geräusche oder Veränderungen können Hinweise geben auf:
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Herzklappenerkrankungen
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Rhythmusstörungen
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Veränderungen des Blutflusses
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oder entzündliche Prozesse
Diese jahrhundertealte Form der Untersuchung ersetzt selbstverständlich keine moderne Bildgebung bzw. Diagnostik– sie hilft aber häufig dabei, die richtige Richtung frühzeitig einzuschlagen.
Die Herzauskultation bleibt unverzichtbar
Auch im Zeitalter moderner Ultraschalltechnik ist das Abhören des Herzens ein unverzichtbarer Bestandteil der kardiologischen Untersuchung. In Verbindung mit dem ärztlichen Gespräch und der körperlichen Untersuchung liefert die Herzauskultation häufig bereits wichtige Hinweise und hilft dabei, die weitere Diagnostik gezielt und sinnvoll zu planen.
Besonderheit unserer Praxis
Durch die zusätzliche langjährige kardiologische Facharztausbildung besteht eine besondere Erfahrung in der Einordnung auch seltener oder subtiler Auskultationsbefunde.
Gerade in Kombination mit weiterer Diagnostik lassen sich dadurch viele Beschwerden schneller und gezielter bewerten.
Auch in unserer Praxis erfolgt der erste Blick aufs Herz mit dem Ohr.
