
Wenn die Luft fehlt – und die Ursache nicht klar ist
Lufthunger, medizinisch Dyspnoe, ist ein sehr belastendes Symptom – und eines, das viele Ursachen haben kann. Nicht immer liegt das Problem ausschließlich in der Lunge. Trotzdem ist sie ein zentraler Ansatzpunkt der Abklärung.
Ein klassisches Beispiel ist Asthma: Hier kommt es anfallsartig zu einer Verengung der Bronchien als Ursache einer möglichen Luftnot. Mit einer spirometrischen Lungenfunktionsprüfung lässt sich das in der Regel gut von einer chronisch-verengenden Lungenerkrankung wie der COPD unterscheiden.
Darüber hinaus kann überprüft werden:
-
wie belastbar die Lunge insgesamt ist, z. B. nach einer Operation
-
ob eine laufende Therapie, etwa mit Inhalationssprays, den gewünschten Effekt zeigt

Sinnvoll ist in vielen Fällen eine Lungenfunktionsanalyse als erster Schritt für eine Diagnose
Eine Lungenfunktionsprüfung ist insbesondere sinnvoll:
-
im Rahmen der DMP-Programme bei COPD und Asthma (regelmäßige Kontrollen)
-
bei unklarer Luftnot
-
zur Verlaufskontrolle bei bekannten Lungenerkrankungen
Gerade bei Beschwerden, die sich nicht eindeutig einordnen lassen, hilft die Untersuchung, eine erste Richtung vorzugeben.
Wie die Untersuchung abläuft
Die Untersuchung erfolgt mit einem sogenannten Spirometriegerät.
-
Eine medizinische Fachangestellte erklärt die Durchführung
-
Sie erhalten klare Atemkommandos
-
und müssen diese aktiv und mit entsprechendem „Einsatz“ umsetzen (Prinzip „alles geben“)
Die Mitarbeit des Patienten ist hier entscheidend:
Nur wenn die Atemmanöver korrekt durchgeführt werden, spiegeln die Ergebnisse die tatsächliche Situation wider.
In bestimmten Fällen wird die Untersuchung direkt wiederholt – beispielsweise nach der Inhalation eines bronchienerweiternden Medikaments –, um gezielt zu prüfen, wie die Atemwege darauf reagieren.
So können Sie sich vorbereiten
Für eine möglichst aussagekräftige Untersuchung sollten Sie möglichst bequeme Kleidung tragen, die Ihre Atmung nicht einschränkt. Verzichten Sie – sofern medizinisch vertretbar und nicht anders mit uns abgesprochen – unmittelbar vor der Untersuchung auf starke körperliche Anstrengung und das Rauchen. Falls Sie Inhalationsmedikamente verwenden, informieren wir Sie im Vorfeld darüber, ob diese vor der Untersuchung wie gewohnt angewendet oder gegebenenfalls für einen bestimmten Zeitraum pausiert werden sollten.
Die eigentliche Messung dauert nur wenige Minuten und ist vollkommen schmerzfrei. Da mehrere Atemmanöver durchgeführt werden, ist Ihre aktive Mitarbeit entscheidend für ein zuverlässiges Untersuchungsergebnis.
Was die Untersuchung leisten kann
Die Lungenfunktionsanalyse hilft, zentrale Fragen zu klären:
-
Sind die Atemwege ausreichend frei?
-
Gibt es Einschränkungen beim Gasaustausch?
-
Lassen sich die Beschwerden durch Erkrankungen der Lunge vollständig erklären?
Auf dieser Grundlage können Therapieentscheidungen gezielt getroffen oder angepasst werden.
Warum eine frühzeitige Abklärung wichtig ist
Erkrankungen der Atemwege entwickeln sich häufig schleichend. Anfangs treten Beschwerden oft nur bei körperlicher Belastung auf und werden deshalb leicht unterschätzt. Eine Lungenfunktionsanalyse kann bereits in einem frühen Stadium Hinweise auf Einschränkungen der Atemfunktion liefern und damit helfen, geeignete Behandlungsmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Gleichzeitig eignet sich die Untersuchung hervorragend, um den Verlauf einer bekannten Lungenerkrankung zu kontrollieren und den Erfolg einer Therapie objektiv zu beurteilen.
Unser Ziel: Ursachen erkennen und gezielt behandeln
Luftnot ist immer ein Symptom, dessen Ursache sorgfältig abgeklärt werden sollte. Die Lungenfunktionsanalyse liefert hierfür wichtige Informationen und bildet häufig einen ersten Baustein der weiteren Diagnostik. In Verbindung mit der ärztlichen Untersuchung, Ihrer Krankengeschichte und – falls erforderlich – weiteren Untersuchungsverfahren entsteht ein umfassendes Bild Ihrer gesundheitlichen Situation. Auf dieser Grundlage können wir gemeinsam entscheiden, welche Behandlung oder weiterführende Diagnostik sinnvoll ist.
Besonderheit unserer Praxis
In der Praxis kommt ein modernes Spirometriegerät zum Einsatz.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der geführten Mitarbeit des Patienten – denn nur so entstehen aussagekräftige Ergebnisse, die diagnostisch weiterhelfen, wenn die Luft fehlt.
