
Wenn wenige Messungen den entscheidenden Unterschied ausmachen
Viele Herz-Kreislauf-Probleme zeigen sich nicht genau in dem Moment, in dem man beim Arzt sitzt. Blutdruck und Herzrhythmus können sich innerhalb von Sekunden oder Minuten deutlich verändern – manchmal so stark, dass Schwindel, Kreislaufbeschwerden oder sogar Ohnmachtsanfälle auftreten.
Gerade deshalb sind Langzeituntersuchungen ein wichtiger Bestandteil der kardiologischen Diagnostik, um in solchen Momenten das richtige diagnostische Gerät am Körper zu haben. Zum Einsatz kommen dabei vor allem:
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Langzeit-EKG
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Langzeit-Blutdruckmessungen
Diese zeichnen Herzrhythmus und Blutdruck meist über 24 Stunden auf – bei Bedarf auch über mehrere Tage oder mehrfach hintereinander, um seltene Ereignisse besser erfassen zu können.

Wann ich als Kardiologe Langzeitmessungen einsetze
Eine Langzeituntersuchung sollte insbesondere dann erfolgen, wenn Beschwerden auftreten, die sich in einer normalen Untersuchung nicht sicher erfassen lassen.
Typische Situationen sind:
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wiederholt auffällige Blutdruckwerte
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Herzstolpern oder Herzrasen
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Schwindel oder Kollapsereignisse
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Ohnmachtsanfälle oder Stürze
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unklare Herzbeschwerden
Gerade bei Beschwerden, die nur gelegentlich auftreten, liefern Langzeitmessungen oft entscheidende Hinweise. Wir schauen genau hin!
Wie die Untersuchung abläuft
Zu einem vereinbarten Termin werden die entsprechenden Geräte morgens in der Praxis angelegt.
Bei der Langzeit-Blutdruckmessung erfolgt automatisch etwa alle 30 Minuten – auch nachts – eine Messung am Oberarm. Das Langzeit-EKG zeichnet den Herzrhythmus kontinuierlich Schlag für Schlag auf.
Wichtig dabei ist: Der normale Alltag soll möglichst weitergeführt werden. Dazu gehören – sofern im Vorgespräch nicht anders besprochen – auch Bewegung oder Sport. Nur so entsteht ein realistisches Bild der tatsächlichen Belastungssituation im Alltag. Dies verbessert die Chance, die geschilderten Beschwerden während der Tragedauer der Geräte zu erleben und damit mögliche Probleme zu erfassen.
Parallel dazu wird zuhause ein kleines Ereignistagebuch geführt. So lassen sich Auffälligkeiten später besser einordnen. Steigen Blutdruckwerte beispielsweise während des Sports an, ist das etwas gänzlich Anderes als ein dauerhaft erhöhter Blutdruck in Ruhe.
Am nächsten Morgen werden dann die Geräte wieder in der Praxis abgegeben. Anschließend erfolgt die ärztliche Auswertung mithilfe spezieller kardiologischer Software und die abschließende Besprechung der Ergebnisse im erneuten Arzt-Patienten-Gespräch.
Was Langzeituntersuchungen leisten können
Natürlich gibt es heute auch Alternativen wie:
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häufige Selbstmessungen
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Smartwatches oder Wearables mit EKG-Funktion
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USB-Stick-große sogenannte Ereignisrekorder, die in der Regel im eintägigen Krankenhausaufenthalt für mehrere Monate bis maximal 3 Jahre unter die Bauchhaut implantiert werden und danach wieder entfernt werden
Diese können in bestimmten Situationen sehr hilfreich sein – beispielsweise wenn damit direkt während eines Kollapsereignisses ein EKG aufgezeichnet werden kann.
Die genaueren und medizinisch belastbareren Ergebnisse liefern jedoch in der Regel weiterhin die zuvor beschriebenen klassischen Langzeitmessungen als langjährig etablierte Form der kardiologischen Diagnostik.
Gerade bei selten auftretenden Rhythmusstörungen oder schwankenden Blutdruckwerten sind sie oft entscheidend für die richtige Diagnose und Therapieplanung.
Besonderheit unserer Praxis
In der Praxis kommt moderne PADSY-Medset-Medizintechnik zum Einsatz. Diese ermöglicht eine schnelle, gründliche und differenzierte Auswertung der erhobenen Daten.
Durch die Kombination aus allgemeinmedizinischer und kardiologischer Facharztqualifikation bestehen dabei hohe Qualitätsstandards in der Beurteilung der Befunde.
