
Wenn Körper und Geist im Alter nachlassen
Mit zunehmendem Alter verändern sich sowohl körperliche als auch geistige Fähigkeiten. Dieser Abbau kann sich unterschiedlich stark ausprägen und hat direkte Auswirkungen auf den Alltag, die Selbstständigkeit und das Zusammenleben mit Angehörigen und Pflegekräften.
Ursachen für eine verstärkte Gebrechlichkeit oder eine dementielle Entwicklung sind vielfältig. Häufig spielen Gefäßerkrankungen eine Rolle, ebenso Stoffwechselprozesse wie bei der Alzheimer-Demenz, bei der es zu krankhaften Ablagerungen im Gehirn kommt.
Die Möglichkeiten, diese Ursachen direkt zu behandeln, sind begrenzt. In den meisten Fällen steht daher ein symptomorientierter Ansatz im Vordergrund – unter Einbeziehung verschiedener Unterstützungsangebote wie Pflegehilfsmittel, ambulante Dienste oder stationäre Einrichtungen.

Mein Ansatz, wann eine geriatrische Abklärung sinnvoll erscheint:
Sobald erste Veränderungen auffallen, sollte genauer hingeschaut werden.
Typische Anzeichen sind:
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anhaltende, übermäßig nachlassende geistige Leistungsfähigkeit
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zunehmende Vergesslichkeit, die vom Patienten und/oder den Angehörigen als belastend empfunden wird
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Unsicherheiten im Alltag
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gehäufte Stürze oder Gangunsicherheit
In solchen Situationen ist es sinnvoll, gezielt geriatrische Betrachtungsweisen in Diagnostik und Therapie einzubeziehen, um Ursachen zu erkennen und Risiken frühzeitig zu reduzieren.
Wie die Untersuchung abläuft
Die Einschätzung erfolgt im Rahmen eines strukturierten Vorgehens.
Ein Bestandteil sind standardisierte Tests wie:
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Mini-Mental-Status-Test
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DemTect
Diese bestehen aus Fragen und einfachen Aufgaben, beispielsweise dem Zeichnen einer Uhr zu einer vorgegebenen Zeit, und helfen dabei, den Schweregrad einer möglichen Demenz einzuschätzen.
Ab einem Alter von etwa 70 Jahren kann zusätzlich ein geriatrisches Basisassessment erfolgen. Dieses ist Teil der hausärztlichen Versorgung bei chronischen Erkrankungen und wird von den Krankenkassen übernommen.
Dabei werden unter anderem pflegerelevante Fähigkeiten erfasst, etwa mithilfe des sogenannten Barthel-Index.
Was die geriatrische Betreuung leisten kann
Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und Risiken zu reduzieren.
Dazu gehört:
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die Verringerung der Sturzgefahr
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der möglichst lange Erhalt geistiger Funktionen
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das frühzeitige Erkennen von Grenzen im Alltag
Gerade letzteres ist wichtig – zum Beispiel bei der Frage, ob Tätigkeiten wie das Autofahren noch sicher möglich sind.
Auch Anpassungen im häuslichen Umfeld spielen eine Rolle:
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barrierefreie Zugänge
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Hilfsmittel wie Rollatoren
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ggf. technische Unterstützung wie Treppenlifte
Besonderheit unserer Praxis
Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese können geriatrische und dementielle Symptome durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Blut verstärken oder sogar mitverursachen.
Durch die hausärztliche und kardiologische Ausrichtung der Praxis werden diese Zusammenhänge gezielt mit berücksichtigt und in die Betreuung einbezogen.
Geriatrie und Demenz, zwei wichtige Themen in unserer Praxis.
